Risiken bei Tagesgeldern?
Tagesgelder sind ein beliebtes Marketinginstrument vieler Banken, um neue Kunden zu gewinnen. Deshalb gibt es regelmäßig gute Zinsangebote für die Anlage von Tagesgeldern.
Ein Tagesgeldkonto ist über das Internet schnell und unkompliziert eröffnet und auch Tagesgeld-Hopping, also der schnelle Wechsel zu einer Bank mit einem besseren Zinssatz für Tagesgelder, ist sehr beliebt.
Eine Risikoanalyse ist wichtig
Im Rahmen der zurückliegenden Finanzkrisen hat es sich gezeigt, wie wichtig es ist, vor einer Geldanlage eine Risikoanalyse durchzuführen. Nachdem nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass auch eine Bank Insolvenz anmelden muss, sollte sich jeder Anleger gut überlegen, welchem Anbieter er seine Ersparnisse oder sein Vermögen anvertraut. Dies gilt vor allem für ausländische Kreditinstitute, besonders wenn es sich um Banken außerhalb Europas handelt. Neben den wirtschaftlichen Daten der Bank sind auch die gesetzliche Einlagensicherung sowie die freiwilligen Maßnahmen, die die Banken zur Einlagensicherung getroffen haben, auch für Tagesgelder von Interesse.
Gesetzliche Einlagensicherung
Unter der gesetzlichen Einlagensicherung versteht man die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, die den Kreditinstituten vorgegeben sind, um die Kundengelder im Falle einer Insolvenz der Bank zu schützen. Seit dem 01.01.2011 gilt in Europa in vielen Ländern die einheitliche Grenze von 100.000,00 Euro, bis zu der die Kundengelder auch bei einer Insolvenz der Bank abgesichert sind. Muss eine europäische Bank tatsächlich Konkurs anmelden, soll die Auszahlung der Kundengelder innerhalb von dreißig Tagen erfolgen.
Freiwillige Maßnahmen der Banken zur Einlagensicherung
Fast alle Banken in Deutschland sind zusätzlich Mitglieder in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, der sich durch Zahlungen der Mitglieder finanziert. Das sind sowohl der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands der deutschen Banken als auch der Garantiefonds des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie das dreistufige Modell zur Einlagensicherung der Sparkassen in Deutschland. Der geschützte Anlagebetrag geht bei den angeschlossenen Banken und Sparkassen über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus, was vor allem vermögende Anleger bei ihrer Risikoanalyse beachten sollten.